Chronik

1898 – 1945

1898

Vor mehr als 120 Jahren, im Jahre 1898, wird mit dem Bau der Schule begonnen

1901

Drei Jahre später ist sie fertig und wird als protes­tan­tische Schule einge­weiht. Das bedeutet, dass damals nur die evange­li­schen Kinder in diese Schule gehen durften. Die katho­li­schen Mädchen der Umgebung besuchen die St. Klara- Schule in der Osten­gasse (heutiges Spielhaus / Mehrge­nera­tio­nenhaus), die katho­li­schen Jungen gingen in die Klaren­anger-Schule in der D.-Martin-Luther-Straße (heutige Barmer-Krankenkasse).

Die Schule erhält ihren Namen nach dem damals berühmten bayeri­schen General Ludwig Freiherr von und zu der Tann. Die Von-der-Tann-Schule gilt als eines der modernsten Schul­ge­bäude des bayeri­schen Königreiches:

Sie ist ausge­stattet mit Turnhalle und Brausebad, hat neun Lehrzimmer, ein Lehrer­zimmer, ein Handar­beits­zimmer und ein Lehrmit­tel­zimmer. Es gab Ofenheizung, Gas- und elektrische Beleuchtung.

1911

Es bestehen sieben Klassen mit durch­schnittlich 35 bis 40 Schüler je Klasse. Die Kinder der achten Klassen werden in Buben- und Mädchen­klassen getrennt.

Zu dieser Zeit unter­richten nur Lehrer, keine Lehrerinnen.

1920

Elly Maldaque wird als erste weibliche Lehrkraft einge­stellt, 1930 wird sie dann rein auf Verdacht entlassen.

1926

In der Von-der-Tann-Schule wird die Hilfs­schule mit drei Schul­zimmern untergebracht.

1932

Die Oberklassen der Hilfs­schule und die Wirtschafts­auf­bau­schule werden in der Von-der-Tann-Schule untergebracht.

1939 – 1945

Im Zweiten Weltkrieg dient das Haus schul­fremden Zwecken:

Heeres­ent­las­sungs­stelle, Versor­gungsamt, Luftschutz­aus­bil­dungs­stätte, Quartier für Soldaten, Unter­kunft für polnische Landarbeiter.

1945

Die Schul­chronik geht verloren!

1945 – 2000

1950

Schüler­zeit­schriften der 50er Jahre: Jugendlust, Liliput, Rassel­bande, Tierfreund.

1953 – 1955

28 Regens­burger Volks­schul­lehrer nehmen an einem Lehrgang für Schul­ju­gend­be­rater nach dem ameri­ka­ni­schen Vorbild des Schul­psy­cho­logen teil. Sie werden direkt vom Stadt­schulamt eingesetzt.

Eine Neuheit: Der „Versager“ soll nicht mehr mit dem „Tatzen­stock“, sondern mit Mitteln der modernen Psycho­logie auf den rechten Weg gebracht werden.

1956

Die Hilfs­schule zieht aus der Von-der-Tann-Schule aus.

1958

Karl Bauer (zeitweise Lehrer an der Von-der-Tann-Schule) und Hans Scheu­erlein erarbeiten einen Regens­burger Heimatatlas.

1962

Aktion „Winter­hilfe“ – Klassen betreuen arme Mitbürger.

1964

Die Von-der-Tann-Schule im Fernsehen!

In der Sendung „Zwischen Spessart und Karvendel“ wird der Landschul­heim­auf­enthalt einer Klasse begleitet.

1965

Post vom Urwalddoktor!

Albert Schweizer wird 90 Jahre. ein handschrift­licher Dank für Spenden und Briefe für das Spital in Lambarene liegt vor.

1966/1967

Neuglie­derung der Von-der-Tann-Schule.
Rückgang der Schüler­zahlen in den 5., 6., 7. und 8. Klassen. 

Die Schule wird reine Grund­schule. Jede Klasse hat einen Raum für sich. Es gibt keinen Wechsel­un­ter­richt mehr.

1968/1969

Das neue Volks­schul­gesetz hebt alle staat­lichen Konfes­si­ons­schulen in Bayern auf.

1969/1970

Ab diesem Schuljahr gibt es nur noch die christ­liche Gemein­schafts­schule, in der alle Kinder das gleiche Recht und die gleichen Bildungs­mög­lich­keiten genießen sollen.

1977

Die Schön­heits­ope­ration!

Unsere Schule wird saniert: Renovierung der gesamten Außen­fassade, Dachrinnen, Blitzschutzanlage…

Offizielle Übergabe der ersten Freis­port­anlage der Altstadt an die die Von-der-Tann-Schule und das Albrecht Altdorfer Gymnasium. Diese ist auf dem Terrain des ehema­ligen Kloster­gartens auf dem östlichen Teil des St.- Klara- Grund­stücks zwischen Osten­gasse und Donau, in der Nähe des Osten­tores erbaut.

Zum 1. August 1977 wird die Schule Hohes Kreuz der Von-der-Tann-Schule angeschlossen.

1983

Neue Spiel­plätze entstehen.

Um dem dringenden Bedarf abzuhelfen, wurde der Schulhof der Von-der-Tann-Schule umgestaltet und in der unter­richts­freien Zeit für den allge­meinen Spiel­platz­be­trieb geöffnet.

1993

Im September 1993 spendete die Von-der-Tann-Schule Schul­ma­te­rialien zur Ausstattung der Primary School Sandol Gure in Somalia.

1994

Am 8.6.1994 wird die Von-der-Tann-Schule vom Deutschen Roten Kreuz mit einer Bronze­pla­kette für die Teilnahme am zweiten Bundes­wett­bewerb „Vorbild­liche Integration von Aussiedlern in der BRD“ ausgezeichnet.

2000 – Heute

2001

Die jahrgangs­ge­mischte Übergangs­klasse Ü3/4 wird eingerichtet. 

Hier werden Kinder im Alter von 9–11 Jahren aus der Stadt und dem Landkreis Regensburg, die keine oder geringe Deutsch­kennt­nisse besitzen, von erfah­renen Lehrkräften mit dem Fachgebiet „Deutsch als Zweit­sprache“ unterrichtet.

Ziel ist es, diesen Kindern solide Deutsch­kennt­nisse zu vermitteln und sie in eine Regel­klasse 3 oder 4 einzugliedern.

2004

Der Förder­verein der Von-der-Tann-Schule wird gegründet. Er soll als Träger­verein die Mittags- und Ganztags­be­treuung übernehmen.

Im Herbst startet die Ganztags­be­treuung. Dem schmalen Platz­an­gebot der Schule geschuldet muss Vieles provi­so­risch bleiben: Die Schüler essen nach dem Unter­richt im dann umgeräumten Handar­beitsraum, Hausauf­gaben erledigen die Kinder in den Klassen­zimmern, gespielt wird vor den Klassen­zimmern am Gang…

2009

Die Ganztags­be­treuung wird zur offenen Ganztags­schule – der einzigen Grund­schule in Bayern, die diese Ausnah­me­ge­neh­migung des Kultus­mi­nis­te­riums erhält.

2010

Im Pausenhof wird nach 20 Jahren ein neues Kletter­gerüst installiert.

In der Von-der-Tann-Schule, die ab dem neuen Schuljahr nun ganz offiziell Von-der-Tann-Grund­schule heißt, nimmt die Jugend­so­zi­al­arbeit an Grund­schulen als neue familien- und schul­un­ter­stüt­zende Maßnahme die Arbeit auf.

2011

Nach dem Auszug des Hausmeisters aus seiner Wohnung im Schul­ge­bäude werden diese Räumlich­keiten für die offene Ganztags­schule ausgebaut.

Es entstehen zwei Spiel­zimmer, eine moderne Küche und eine Schüler­mensa. Die Hausauf­gaben werden nach wie vor in den Klassen­zimmern erledigt.

2015

Wieder ist ein Fernsehteam an der Schule. 

Diesmal filmt die ARD für das Morgen­ma­gazin einen Beitrag über das Projekt „SPRING – Sprache lernen durch Singen“ in der Übergangs­klasse. Das innovative Projekt macht überre­gionale Schlagzeilen.

2017

Unsere Schule wird zweihäusig!

Da die Schüler­zahlen an der VDT immer größer werden, befinden sich ab September 2017 die ersten und zweiten Klassen sowie die Ganztags­be­treuung im Haus I in der Von-der-Tann-Straße. 

Die dritten und vierten Klassen sowie die Ü3/4 ist ab sofort in der Lands­hu­ter­straße 17 untergebracht. 

Eine große Heraus­for­derung für die Schul­ge­mein­schaft, aber auch eine große Chance, da wir insgesamt nun viel mehr Platz für alle haben!